Fadenlifting 1060 Wien

Fadenlifting: Gesichtsstraffung ohne Skalpell

Wer sich verjüngte Gesichtszüge und ein straffes Gewebe an Kinn, Hals und Dekolleté wünscht, muss sich heute nicht mehr unters Messer legen. Mit dem sogenannten Fadenlifting verfügt die ästhetische Dermatologie seit ein paar Jahren über ein minimal-invasives Verfahren, mit dem sich sichtbare Erfolge erzielen lassen. Dabei ist Fadenlifting nicht gleich Fadenlifting: Je nach Ausgangssituation kommen feine Fäden zur Verbesserung der Hautstruktur oder stärkere Liftingfäden zum Einsatz, mit denen abgesunkenes Gewebe gezielt angehoben werden kann.  In der Ordination Jugendstil verstehen wir das Fadenlifting nicht als isolierte Behandlung, sondern als einen Baustein eines abgestimmten Liftingskonzepts. Nicht jedes Hängebäckchen, nicht jede verlorene Kontur braucht sofort einen Zugfaden. Je nach Ursache können auch Biostimulation, Volumenaufbau oder eine Injektionslipolyse der sinnvollere erste Schritt sein. 

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Was versteht man unter Fadenlifting?

Fadenlifting ist eine Sammelbezeichnung für Lifting Treatments mit verschiedenen medizinischen Fäden. Diese bestehen entweder aus Polymilchsäure (PLA), Polycaprolacton (PCL) oder aus Polydioxanon (PDO) und werden vom Körper nach einer gewissen Zeit vollständig abgebaut.

Polymilchsäure-Fäden oder PDO-Fäden werden in einzelnen Fachgebieten bereits seit vielen Jahren verwendet, zum Beispiel in der Kardiologie. In der ästhetischen Medizin hielt deren breite Anwendung mit ca. 2010 Einzug.


Glättungsfäden: Für feine Linien und bessere Hautqualität

Sehr feine Fäden werden oberflächlicher in das Gewebe eingebracht und dienen weniger dem eigentlichen „Liften“ als vielmehr der Verbesserung von Hautstruktur und Festigkeit. Anders als Zugfäden, die das Gewebe mechanisch anheben, dienen Glättungsfäden der Biostimulation. Sie können insbesondere dort eingesetzt werden, wo feine Fältchen geglättet und die Haut in ihrer Regeneration unterstützt werden soll.

Mögliche Behandlungsbereiche:
 
  • rund um den Mund und an der Oberlippe
  • bei feinen perioralen Linien 
  • bei Knitterfältchen im Bereich der Augen
  • an Wangen, Doppelkinn und anderen Arealen mit nachlassender Hautfestigkeit

Die Wirkung entfaltet sich in zwei Schritten. Zuerst beim Einbringen der Fäden, das zu einem sofortigen Lifting-Effekt führt. Im Anschluss regen die eingezogenen Fäden die hauteigene Kollagenbildung über mehrere Wochen hinweg an, festigen die Hautstruktur von innen heraus und glätten Knitterfalten. 

Liftingfäden: Gewebe gezielt anheben

Bei stärker abgesunkenem Gewebe kommen kräftigere Liftingfäden zum Einsatz. Je nach Fadensystem verfügen sie über spezielle Widerhaken, Verankerungen oder Cones, die sich im Gewebe fixieren.

Dadurch entsteht ein mechanischer Zug: Gewebe kann gezielt in eine günstigere Position gebracht und beispielsweise die Kinnlinie wieder klarer definiert werden.

Typische Behandlungsbereiche sind:

  • abgesunkene Wangen
  • Hängebäckchen und verschwommene Jawline
  • Marionettenregion
  • Mundwinkel
  • Mittelgesicht
  • je nach Ausgangssituation auch Hals und Unterkinn

Nach einem Lifting mit stärkeren Zugfäden sollte das Gewebe ausreichend Zeit bekommen, sich zu stabilisieren. Wir empfehlen daher etwa zwei bis drei Wochen Schonung.


Fadenlifting – aber nicht um jeden Preis

Eine abgesunkene Gesichtskontur kann verschiedene Ursachen haben. Deshalb setzen wir Liftingfäden nicht automatisch als ersten Behandlungsschritt ein. Häufig ist es sinnvoll, zunächst die Qualität und Festigkeit des Gewebes allgemein zu verbessern. 

Biostimulatoren regen die körpereigene Kollagenproduktion an, kräftigen das Gewebe und gleichen, je nach verwendetem Präparat, auch verloren gegangenes Volumen aus. Auch mit den bewährten Dermal Fillern, beispielsweise auf Basis von Hyaluronsäure, kann verlorenes Volumen gezielt wieder aufgebaut werden, bestimmte Strukturen unterstützt und dadurch die Gesichtskontur harmonisiert werden. Biostimulatoren auf Basis von Poly-L-Milchsäure eigenen sich beispielsweise hervorragend als Vorbereitung auf ein späteres Fadenlifting. 

Auch sogenannte Hängebäckchen entstehen nicht immer ausschließlich durch erschlaffte Haut. Liegt zusätzlich ein lokaler Fettüberschuss vor, kann eine Injektionslipolyse sinnvoll sein. Erst wenn Hautqualität, Volumen und Kontur optimiert sind und ein Teil des Gewebes trotzdem noch sichtbar absinkt, kommen die stärkeren Liftingfäden ins Spiel. Sie können dann sehr gezielt dort ansetzen, wo tatsächlich mechanischer Zug benötigt wird.


Was unterscheidet das Fadenlifting von einem Liquid Lifting?

Die Wirkung des Liquid Liftings beruht zum großen Teil auf dem jeweils injizierten Dermal Filler bzw. Biostimulator. Je nach Produkt können damit verlorenes Volumen ersetzt, Strukturen unterstützt und die Qualität des Gewebes verbessert werden.

Ein Liftingfaden verfolgt ein anderes Prinzip: Er erzeugt zusätzlich einen mechanischen Zug im Gewebe. Durch die feste Verankerung der Fäden im Gewebe ist es möglich, die erschlafften Hautpartien in die gewünschte Richtung zu ziehen.

Beide Methoden verfolgen unterschiedliche Ziele und ergänzen sich. Bei manchen Patient*innen reichen Behandlungen mit Biostimulatoren oder Fillern vollkommen aus, bei anderen entsteht das schönste Ergebnis durch eine Kombination verschiedener Verfahren. 


Für wen und welche Areale ist ein Fadenlifting geeignet?

Bei leichter bis moderater Gewebeerschlaffung und für Patientinnen und Patienten, die einen chirurgischen Eingriff unter Narkose ablehnen, eignet sich ein Fadenlifting besonders. 

Entscheidend ist die individuelle Beschaffenheit des Gewebes. Bei sehr schwerem oder stark abgesunkenem Gewebe stoßen minimal-invasive Methode naturgemäß an ihre Grenzen. In solchen Fällen besprechen wir offen, welche Behandlung sinnvoll wäre und welches Ergebnis sich erwarten lässt. 

In der Ordination Jugendstil verwenden wir das Fadenlifting zum Konturieren der Kinnlinie, zum Anheben von hängenden Mundwinkel und bei den gefürchteten Marionettenfalten (Lower Jaw Lift). Außerdem lassen sich mit der sanften Methode auch Teile des Mittelgesichts, zum Beispiel das Areal um die Wangen, Wangenknochen, Nasolabialfalten und lästige Oberlippenfältchen behandeln.


Wie läuft die Behandlung ab?

Vor einer Behandlung analysieren wir Gesicht, Gewebequalität und die individuellen Zugvektoren. Bei einem Lifting mit Zugfäden wird anschließend genau festgelegt und angezeichnet, in welcher Richtung das Gewebe angehoben werden soll.

Bevor das Lifting beginnt, werden die Verläufe der einzusetzenden Fäden auf das Gesicht und die betreffenden Körperstellen gezeichnet. Im Anschluss werden die selbstauflösenden Fäden unter örtlicher Betäubung und mithilfe einer feinen Nadel ins Unterhaut-Fettgewebe eingebracht.

Je nach gewünschtem Ergebnis kommen pro Gesichtshälfte zwei bis vier Fäden zum Einsatz. Die Intensität der erzielten Straffung wird anschließend über die Spannung der Fäden präzise reguliert. Das erfordert fundierte anatomische Kenntnisse, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Ziel ist nicht maximale Spannung, sondern eine harmonische Repositionierung des Gewebes. Eine erneute Platzierung von zusätzlichen Fäden ist jederzeit möglich.


Was gilt es nach der Behandlung zu beachten?

Auch die Nachsorge richtet sich nach der Art der verwendeten Fäden. Nach einer Behandlung mit feinen Glättungsfäden reicht in der Regel eine Schonzeit von etwa 2 bis 3 Tagen.

Nach einem Lifting mit stärkeren Zugfäden sollte das behandelte Areal für ungefähr zwei Wochen möglichst wenig belastet werden. Starke mimische Bewegungen, sehr weites Öffnen des Mundes, intensives Kauen, Gesichtsmassagen und Druck auf die behandelten Bereiche sollten vermieden werden.

Auch ein Zahnarzttermin ist in den Tagen nach der Behandlung nicht empfehlenswert. Das Gleiche gilt für Sport, Sauna und andere starke körperliche beziehungsweise thermische Belastungen.


Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es beim Fadenlifting?

Aufgrund der hohen Verträglichkeit des eingesetzten Materials ist das Risiko für Komplikationen äußerst gering. Normalerweise sind nur wenige Nebenwirkungen und wenn, dann eher lokale zu erwarten. In den ersten ein bis zwei Tagen kann es zu leichten Schwellungen oder Blutergüssen kommen, die sich in der Regel jedoch innerhalb einer Woche wieder zurückbilden. 

In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Fadenverlauf, der das Gewebe in Position hält, durch die Haut erahnt werden kann. Dabei handelt sich um eine temporäre Nachwirkung, die sich schnell zurückbilden sollte. Wichtig ist, dass Sie das Fadenlifting von einer Spezialistin durchführen lassen.


Was kostet eine Fadenliftingbehandlung?

Fadenlifting ist nicht gleich Fadenlifting. Die Kosten richten sich nach der Art der verwendeten Fäden, dem behandelten Areal und der Anzahl der benötigten Fäden. 

Behandlungen zur Glättung von Falten sind in der Ordination Jugendstil ab 450 Euro möglich, Liftingfäden ab 950 Euro. Nach einer persönlichen Analyse erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan und besprechen die zu erwartenden Kosten vor dem Treatment. 


Häufig gestellte Fragen: Fadenlifting Wien

 

Wie lange wirkt ein Fadenlifting?

Das hängt wesentlich vom verwendeten Fadentyp, der Behandlungstechnik, von der individuellen Gewebequalität und dem Stoffwechsel ab.

Fäden aus Polymilchsäure (PLA) halten im Durchschnitt 12 Monate. Fäden auf Basis von Polydioxanon (PDO) werden vom Körper hingegen schon innerhalb von sechs Monaten abgebaut. Dementsprechend muss die Behandlung in kürzeren Abständen wiederholt werden. Der angeregte Aufbau von Kollagen und die dadurch verbesserte Gewebestruktur können jedoch länger anhalten.

Bei Zugfäden lässt der mechanische Liftingeffekt mit der Zeit allmählich nach.
Wie lange ein Ergebnis sichtbar bleibt, lässt sich daher nicht pauschal festmachen. Im Beratungsgespräch können wir anhand der geplanten Behandlung eine realistische Einschätzung geben. 

Bleiben nach der Behandlung Narben?

Nein! Beim Fadenlifting werden im Gegensatz zu chirurgischen Liftings keine Hautschnitte gesetzt und somit entstehen keine Narben. Die kleinen Einstichstellen, über die die Fäden eingebracht werden, heilen üblicherweise rasch und unauffällig ab.

Wann sieht man das Ergebnis?

Bei Liftingfäden ist die mechanische Anhebung unmittelbar nach dem Treatment sichtbar. Das endgültige Ergebnis beurteilen wir jedoch erst, wenn Schwellungen zurückgegangen sind und sich das Gewebe gesetzt hat.
Bei feinen Stimulations- und Glättungsfäden entwickelt sich die Verbesserung dagegen schrittweise über die folgenden Wochen. 

Können Fadenlifting und Biostimulation kombiniert werden?

Ja! Und gerade diese Kombination kann sinnvoll sein. Biostimulatoren verbessern zunächst Festigkeit, Struktur und gegebenenfalls Volumen des Gewebes, daher setzen wir sie auch gerne vorbereitend ein. Wenn danach noch einzelne Partien abgesunken sind, können Liftingfäden sehr gezielt für den zusätzlichen mechanischen Zug eingesetzt werden.
Dadurch ergänzen sich beide Verfahren: Die Biostimulation arbeitet an der allgemeinen Straffung des Gewebes, der Liftingfaden an der gezielten Positionierung des Gewebes.

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